Einseitiger
Hörverlust

Haben Sie einen erheblichen Hörverlust auf einem Ohr? Können Sie nicht feststellen, aus welcher Richtung Klänge kommen?

Sie verstehen Ihren Gesprächspartner mühelos in einer ruhigen Umgebung, haben aber Probleme, sobald es ein bisschen lauter wird?

Sie sind nicht allein. Hochgradiger Hörverlust auf einem Ohr - auch einseitige Taubheit genannt - ist sehr gängig.

Haben Sie das Gefühl, dass Ihr einseitiger Hörverlust die Beziehung zu Ihrer Familie oder Ihren Freunden beeinträchtigt? Verlieren Sie nicht die Hoffnung. Es gibt eine neue Lösung, dank der sie wieder mit beiden Ohren hören können.

"Nur mit einem Ohr zu hören ist, als würde man in einer Welt leben, die schwarz und weiss ist, ohne zu wissen, dass Farbe überhaupt existiert."

Einseitige Taubheit

Die Belastung durch einseitige Taubheit

Menschen mit einseitiger Taubheit können Unterhaltungen in einer ruhigen Umgebung häufig noch folgen. Das vermittelt Familienmitgliedern und Freunden den Eindruck, dass der Hörverlust eigentlich gar nicht so gravierend ist. Dieser Eindruck täuscht aber: Einseitige Taubheit beeinträchtigt die Lebensqualität enorm und sollte daher auch als ernsthafte Einschränkung wahrgenommen werden.

Mit nur einem Ohr zu hören, erfordert deutlich mehr Konzentrationsleistung, um Hintergrundgeräusche herauszufiltern. Zusätzlich erschwert das einseitige Hören, zu erkennen, woher Klänge kommen. Das kann Probleme bei der Orientierung und ein Gefühl der Überforderung nach sich ziehen.

Konkret auf den Alltag umgemünzt kann das bedeuten, dass Sie Unterhaltungen in der Arbeit nicht mehr folgen können, ständig den Kopf drehen müssen, um Ihre Freunde zu verstehen, oder sich Sorgen darüber machen, dass Sie beim Überqueren der Strasse Warntöne nicht hören.



Warum ist Hörverlust eine so grosse Belastung?

 

  • Unterhaltungen zu folgen fällt schwer
  • Richtungshören ist beeinträchtigt
  • Mehr Konzentration beim Zuhören nötig
  • Schwierigkeiten bei der Arbeit oder grösseren Veranstaltungen
  • Erschöpfung vom angestrengten Zuhören
  • Unbehagen in geräuschvollen Umgebungen
  • Negative Auswirkung auf Beziehungen
  • Sorge, das Gehör im normalhörenden Ohr zu verlieren


Auch ein Hörverlust, der „nur“ ein Ohr betrifft, während das andere Ohr völlig normal funktioniert, kann beträchtliche Auswirkungen auf das Hören und damit auf das tägliche Leben haben. Mit Hörverlust sind nicht nur Gespräche eine Herausforderung - er belastet auch engste persönliche Beziehungen. Oft ziehen sich Menschen mit Hörverlust von Freunden und Familie zurück und meiden Gesellschaft.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Alltag, Ihre Karriere und Ihre Beziehungen durch Ihren Hörverlust beeinträchtigt werden, verlieren Sie nicht die Hoffnung! Es gibt eine wirkungsvolle Behandlung, um wieder auf beiden Seiten zu hören.

Einseitige Taubheit

Wieder mit beiden Ohren hören

Warum ist es so wichtig, mit beiden Ohren zu hören? Beim natürlichen Hören empfangen wir Klänge und Geräusche mit beiden Ohren. Das nennt sich binaurales Hören.

Unser Gehirn vergleicht und interpretiert die unterschiedlichen Signale von den zwei Seiten, wodurch wir ein räumliches Klangbild wahrnehmen. Wir hören dann sozusagen in 3D. Das ist wichtig, da unser Gehirn so aktiv auf das fokussieren kann, was wir gerade hören wollen, und Hintergrundgeräusche herausfiltert.

Wenn man aber auf einem Ohr nichts hört, verlieren die Klänge an Struktur und Ausdruckskraft. Deshalb ist das Hören mit einseitigem Hörverlust in vielen Situationen so anstrengend.

Binaurales Hören

Monaurales Hören

Binaurales und Monaurales Hören

 

Binaurales Hören und einseitiger Hörverlust

Falls Sie aufgrund Ihres einseitigen Hörverlusts bereits bei einem Arzt oder Audiologen waren, hat dieser Ihnen vielleicht ein CROS Hörgerät empfohlen. CROS Hörgeräte senden Töne von einem Mikrofon in Ihrem tauben Ohr an ein Hörgerät in Ihrem hörenden Ohr.

Dadurch wird der Schallschatten reduziert, was Ihnen beim Hören und Verstehen von Sprache helfen kann. Aber letztendlich fügt ein CROS Hörgerät alle Klänge und Geräusche in einem Ohr zusammen - es bleibt also eine monaurale Lösung. Monaurale Lösungen wie CROS Hörgeräte liefern Ihnen möglicherweise keinen ausreichenden Nutzen.

Wenn Sie jedoch Ihr Gehör in beiden Ohren wiedererlangen, können Sie alle Vorteile des binauralen Hörens geniessen. Beim Hören mit beiden Ohren bekommt das Gehirn ein besseres und vollständigeres akustisches Signal. Das bedeutet, Sie müssen sich beim Zuhören nicht mehr so anstrengen. Ihr Gehirn kann störende Hintergrundgeräusche leichter herausfiltern und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Ausserdem hilft Ihnen das Hören auf beiden Ohren dabei, zu erkennen, aus welcher Richtung Geräusche kommen.

 

Vorteile des binauralen Hörens:

  • Deutlich besseres Sprachverstehen in Umgebungslärm
  • Weniger Anstrengung beim Zuhören
  • Geringeres Risiko sozialer Isolation
  • Verbesserte Lebensqualität

Vergleichen Sie mithilfe unserer 3D Simulation monaurales Hören mit binauralem Hören.

Einseitige Taubheit

Cochlea-Implantate bei einseitiger Taubheit

Beim natürlichen Hören gelangen Töne und Geräusche vom Aussenohr ins Innenohr, wo sich die Hörschnecke (Cochlea) befindet. Die Cochlea wandelt Schallwellen in Nervenimpulse um, die vom Gehirn verarbeitet werden. Natürlich verfügen beide Ohren über eine Cochlea.

In Ihrem normal hörenden Ohr werden von der Cochlea akustische Signale über den Hörnerv zum Gehirn gesendet. In ihrem tauben Ohr kann die Cochlea diese Signale jedoch nicht verarbeiten. Das kann unter anderem auf eine Infektion, die Menière-Erkrankung, plötzlichen Hörverlust ohne ersichtlichen Auslöser oder genetische Ursachen zurückzuführen sein.

Um mit beiden Ohren hören zu können, müssen beide Cochleae genutzt werden. Und genau dazu gibt es Cochlea-Implantate.

Man könnte sagen, ein Cochlea-Implantat arbeitet eng mit der Cochlea zusammen, damit diese ihre Aufgabe wieder erfüllen kann. Das Implantat erzeugt elektrische Impulse, welche die nicht funktionierenden Haarzellen im Inneren der Cochlea umgehen. Diese Impulse werden dann in der Cochlea in Nervensignale umgewandelt und über den Hörnerv zum Gehirn weitergeleitet - genau so, wie das auf Ihrer normal hörenden Seite geschieht. Die Klangsignale von beiden Innenohren werden zusammengeführt und auf dem natürlichen Weg zum Gehirn transportiert.

Mit einem Cochlea-Implantat können Sie also das Hören auf einem tauben Ohr wiedererlangen - und so alle Vorteile des binauralen Hörens geniessen.



Vorteile des binauralen Hörens mit einem MED-EL Cochlea-Implantat bei einseitiger Taubheit:

 

  • Besseres Sprachverständnis in Umgebungslärm
  • Unterhaltungen in Gruppen mühelos folgen
  • Mehr verstehen an geräuschvollen Orten
  • Leichter erkennen, woher Geräusche kommen
  • Weniger Anstrengung beim Hören
  • Vertiefung sozialer Kontakte
  • Steigerung der Lebensqualität


„Seine Fähigkeit zu hören, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt, hat sich sehr verbessert. Vorher hat er Sprache gar nicht verstanden - jetzt liegt sein Sprachverständnis mit diesem Ohr bei fast 80 Prozent.“

Dr. Kevin Brown

Einseitige Taubheit

Auswahlkriterien für Cochlea-Implantate

Ist ein MED-EL Cochlea-Implantat eine Lösung für Ihren Hörverlust? Für ein Cochlea-Implantat bei einseitigem Hörverlust gibt es klare Auswahlkriterien. Hörverluste können sehr unterschiedlich sein. Daher sollten Sie sich an einen Hörspezialisten wenden, um herauszufinden, ob ein Cochlea-Implantat für Sie infrage kommt.

Dieser muss feststellen, wo Ihre Hörschwelle liegt und wie gut Ihr verbliebenes Sprachverständnis mit dem betroffenen Ohr ist. Sie sollten auch mindestens einen Monat lang ein CROS Hörgerät oder ein vergleichbares Hörsystem ausprobiert haben.

Hörverlust in einem Ohr bei ganz normalem Hören im anderen Ohr nennt sich einseitiger oder unilateraler Hörverlust. Haben Sie dagegen einen hochgradigen Hörverlust in einem Ohr und einen leichten bis mittleren Hörverlust im anderen Ohr, nennt sich das asymmetrischer Hörverlust. MED-EL Cochlea-Implantate können eine Lösung sowohl für einseitige Taubheit als auch für asymmetrischen Hörverlust sein.

Einseitige Taubheit

Die nächsten Schritte

Was ist der nächste Schritt auf dem Weg zum Cochlea-Implantat?

  • Erst muss das medizinische Team testen, ob Sie für ein Cochlea-Implantat infrage kommen. Wenn Sie Hilfe dabei benötigen, einen Spezialisten für Cochlea-Implantate in Ihrer Nähe zu finden, geben Sie uns bitte im untenstehenden Formular Bescheid.
  • Ist ein Cochlea-Implantat eine geeignete Lösung für Sie, folgt als nächster Schritt die Implantation. Es handelt sich um eine Routineoperation, die ein bis zwei Stunden dauert. Sie werden möglicherweise ein, zwei Tage im Krankenhaus verbringen. Ein paar Tage später können Sie sich schon wieder Ihrem Alltag widmen.
  • Etwa zwei bis vier Wochen nach der Implantation kann das Implantat aktiviert werden. Ihr Audiologe wird das Implantat für Sie programmieren und Ihnen zeigen, wie alles funktioniert. Am Tag der Aktivierung können Sie zum ersten Mal mit dem Implantat hören.
  • Nach der Aktivierung müssen Sie sich an Ihr Implantat gewöhnen und lernen, die noch fremden Klänge zu verstehen. Tägliche Übungen sind sehr wichtig, damit Sie lernen, mit dem Implantat bestmöglich zu hören. Diese Reha-Übungen können zusammen mit einem Therapeuten sowie allein zu Hause durchgeführt werden.

An Ihrer Seite

Wir wissen, dass Hörverlust für Sie und Ihre gesamte Familie eine grosse Herausforderung sein kann. Deshalb sind wir immer für Sie da.

Einer unserer Mitarbeiter wird Sie Schritt für Schritt unterstützen und Ihre Fragen beantworten.

Wir können Ihnen dabei helfen, Kliniken in Ihrer Nähe zu finden, die auf Cochlea-Implantate spezialisiert sind. Unsere Experten können Ihnen ebenso bei Fragen zu Versicherungsschutz oder Rückerstattung weiterhelfen. Wenn Sie möchten, bringen wir Sie in Kontakt mit Cochlea-Implantat-Nutzern und informieren Sie über entsprechende Veranstaltungen in Ihrer Nähe, auf denen Sie aus erster Hand Wissenswertes über das Leben mit einem Cochlea-Implantat erfahren.

Geben Sie uns gerne Bescheid, wie wir Sie unterstützen und Ihnen bei den nächsten Schritten helfen können. Unser Kundenservice meldet sich schnellstmöglich bei Ihnen – in der Regel innerhalb eines Werktages.

Über MED-EL

MED-EL unterstützt seit mehr als 25 Jahren Familien und hilft Kindern dabei, wieder zu hören. Als unsere Gründer das erste moderne Cochlea-Implantat entwickelten, war ihr vorrangiges Ziel, Hörverlust als Barriere für Kommunikation und Lebensqualität zu überwinden. Heute hat MED-EL mehr als 2.000 Mitarbeiter und ist in über 120 Ländern aktiv. Die Grundsätze unserer Gründer sind nach wie vor allgegenwärtig.

Wissenschaftliche Innovation liegt in unserer DNA. Vor fast 40 Jahren haben unsere Gründer Ingeborg und Erwin Hochmair die Welt mit der Entwicklung des modernen mikroelektronischen Mehrkanal-Cochlea-Implantats verändert. Dieser Pioniergeist und die Leidenschaft für neue Entdeckungen und technische Innovationen prägen unsere Arbeit bei MED-EL.

Unser umfassendes Netzwerk aus lokalen Ansprechpartnern und Spezialisten ist immer für Sie da. Wenn wir neue Technologien entwickeln, stellen wir sicher, dass diese rückwärtskompatibel sind. Mit MED-EL haben Nutzer das gute Gefühl, ein Leben lang auf besseres Hören vertrauen zu können.

Wenn Sie bereit für den nächsten Schritt sind, unterstützen wir Sie auf Ihrem Weg.